Golfkalender 2 092018      YouTube Facebook Op Nederlands GolfHochZehn

POA  ANNUA  BLÜTE
(Einjähriges Rispengras - der Alptraum für jeden Greenkeeper)

Die einjährige Wiesenrispe ist eine der weltweit am häufigsten natürlich vorkommenden Grassorten und stellt wegen
ihrer besonderen Wachstumseigenschaften ein, besonders in Rasenflächen, extrem schwer zu bekämpfendes "Ungras" dar.

Die Pflanze blüht bei entsprechenden Witterungsbedingungen fast über das ganze Jahr. Die Hauptblüte erfolgt in unseren Breiten
in der Regel im Zeitraum Mai / Juni. Sie erzeugt dabei Blütenstände die zu Unebenheiten in der Oberfläche der Grüns führen.
Während der Hauptblühperiode wird damit die Qualität der Puttoberfläche und damit die Berechenbarkeit, mit der der Golfball
rollt, durch das Herausragen der zahlreichen Blütenstände stark beeinträchtigt. Poa Annua hat die einzigartige Eigenschaft,
dass ihre Samen innerhalb von ein bis zwei Tagen nachreifen. Dies macht die hohe Reproduktionsfähigkeit der Pflanze aus und
damit die Bekämpfung äußerst schwierig. Chemische Mittel zur nachhaltigen Entfernung der Gräser aus dem Rasen scheiden aus.

•    Die Pflanze vermag sich sehr gut an sich ändernde Umweltbedingungen anzupassen. Untersuchungen zeigen das dies auch
     gegenüber chemischen Mitteln gilt.
•    Gräser sind in ihrem Aufbau und Stoffwechsel zu ähnlich; die erwünschten Gräser nehmen daher meist mehr Schaden als
     die Poa Annua.
•    Dem Einsatz von wirksamen chemischen Mitteln sind durch den Gesetzgeber sehr enge Grenzen gesetzt. Sie machen den
     Einsatz auf Sportrasenflächen nahezu unmöglich.

Was tun unsere Greenkeeper
Wir versuchen die negativen Auswirkungen der Poa Annua Blüte, insbesondere bei wichtigen Turnieren wie z. B. Ligaspielen oder
Turnieren mit besonderer Außenwirkung, durch ein angepasstes Mähregieme zu reduzieren. Die Grüns werden bedarfsorientiert
im täglichen Wechsel gemäht oder gebügelt. Gras und damit auch die Blütenstände wachsen dadurch zwischen den Mähperioden
höher. Damit hoffen wir, beim Mähen der Grüns mehr Blütenköpfe zu erwischen und damit den negativen Effekt auf das Putten zu
reduzieren.

Johannes Mermagen
Platzwart

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